Winterzeit – Schimmelzeit

Winterzeit – Schimmelzeit

Leider bringt die kalte Jahreszeit (besonders die strengen Winter) nicht nur den Spass im Schnee mit sich, sondern auch große Probleme für das Wohnklima. Trotz hoher Energiepreise werden Wohnungen falsch belüftet und es entstehen kurzerhand unschöne Ecken. Die Probleme sind meist hausgemacht.

Hier unsere Hinweise:

• je stärker eine Wohnung auskühlt, desto besser kann sich Schimmelpilz bilden. Die Feuchtigkeit setzt sich an den kalten Wänden fest (besonders in den Ecken wo bauphysikalisch bedingt der Taupunkt niedriger ist – z.B. in Ecken, Fensterlaibungen). Der Schimmel ist vorprogrammiert. Die Temperatur in Innenräumen sollte am besten bei 19 Grad liegen. Eine ausgekühlte Wohnung (kalte Wände) kostet viel mehr Heizenergie als eine konstant warm gehaltene Wohnung, die bei Bedarf von 16 Grad auf 19/20 Grad Zimmertemperatur aufgeheizt wird.

• die Wände werden mit Farbanstrichen versehen, die keine Diffusion der Wände zulassen – ebenso ein x-facher Tapetenbelag fördert den Schimmel in Windeseile, lieber die Tapete komplett herunterreißen und neu tapezieren als ein Wunder erleben

• wenn sich an der Innenscheibe Wassertropfen bilden, ist das ein Zeichen das dringend gelüftet werden muss

• Möbel werden ohne Platz an Außenwände geschoben, die Luft kann nicht zirkulieren. Wir sagen immer eine Handbreit zwischen den Schränken lassen und öfters mal die Rückwände kontrollieren.

• gerade in der kalte Jahreszeit kann die trockene Außenluft besonders gut die feuchte Luft aufnehmen, somit ist mehrfaches Lüften kein Fehler und schmälert keineswegs den Geldbeutel – außerdem heizt die trockene Luft sich viel besser auf als feuchte Luft und kostet kaum mehr Heizenergie. Lüften Sie so lange, bis an den Außenscheiben der geöffneten Fenster keine Wassertropfen mehr zu sehen sind.

• die Stoßlüftung ist besser als ein gekippte Fenster, denn der Luftaustausch kann viel schneller passieren (5-7 Minuten / dreiviertel Stunde). Im Durchschnitt stösst ein Bewohner pro Tag eine Luftfeuchtigkeit von 1 Liter beim Atmen aus und es entstehen ca. 3 Liter bei anderen Tätigkeiten (Waschen, Kochen, Bügeln…). Auch eine hohe Anzahl an Zimmerpflanzen tragen zu dem Volumen bei.

Es gilt der Grundsatz im Winter „Heizen statt geizen“

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